"Schöne Bühne, nette Leute und ewig viel Kultur - auch an den Wänden."
Tamalan Theater (November 2008)
Die "Lange Nacht" ist seit Jahren legendär und hat für Goslar mittlerweile den Stellenwert wie die Oscar-Verleihung für Hollywood. Na ja, so in etwa... nur halt ohne roten Teppich. Auch in diesem Jahr ist die Zusammenstellung der Acts wieder grandios: Detlef Wutschik & Matthias Brodowy, Junge Junge! und Frl. Wommy Wonder geben sich mit Highlights aus ihren aktuellen Programmen die Ehre, während JazzClub 7 im dekorierten Garten des Zeppelinhauses für die passende Pausenmusik sorgen.
Satirische Synergieeffekte: Detlef Wutschik, Puppenspieler und Matthias Brodowy, Kabarettist, spielen ihr erstes gemeinsames Doppel: die "Bert Engels Show".
Wenn der Saal dunkel wird, die Scheinwerfer die Bühne fluten und die Damen in der ersten Reihe nervös zum Taschentuch greifen, läuft Bert Engels Schrittmacher auf Hochtouren. Der große Mann der Abendunterhaltung betritt die Bühne. Die Bühne seines Lebens. In Bert Engels Show weiß niemand vorher was passieren wird – am wenigsten er selbst. An seiner Seite sitzt, singt und spielt aber auf alle Fälle Matthias Brodowy, der bei Engel seine Ausbildung zum Entertainer macht.
Neben Johannes Heesters ist Bert Engel der letzte Vertreter einer großen Entertainer-Generation. Er beweist, dass man auch mit Stützstrümpfen noch steppen kann!
Junge Junge – der Name steht für Gernot & Wolfram Bohnenberger, zwei bezaubernde Brüder aus Stuttgart. Ihre neuartige Zauberkunst hat sie rasant an die Weltspitze der Zauberkunst katapultiert und sie zu renommierten und gefragten Stars in der Zauberwelt werden lassen. Für ihre atemberaubende Magie, ausgezeichnete Choreographie und augenzwinkernden Spielereien im Rampenlicht wurde ihnen als erste Zauberkünstler überhaupt von den Superstars Siegfried & Roy der “Magic Master of Originality” und der “Sarmoti-Award” in Las Vegas verliehen.
Der Spaß und die Faszination, die sie seit Jahren für die Zauberkunst schwärmen lässt, überträgt sich im Nu auf das Publikum. Zauberkunst mit Verstand – fesselnd und mitreißend.
Wommy Wonder - das Stuttgarter Kultfräulein - steht für schöne Lieder, traumhafte Kostüme, atemberaubende Frisuren, eingängige Melodien und prickelnde Texte und sichert vor allem, dass Sie das Haus nicht ohne Lachmuskelkater verlassen, denn „Lachen ist die letzte Waffe, die uns bleibt, wenn wir alles andere zum Heulen finden“.
Ihre Jugendjahre auf der Schwäbischen Alb geben die eine oder andere Anekdote her, die es zu verarbeiten gilt, wie auch ihre Erlebnisse auf Tour, Geschichten von Vermietern, Umzügen, Einkäufen und was sonst den Alltag noch spannend macht, wenn man ihn nur mit dem richtigen Abstand sieht. Mit der Leichtigkeit einer Feder springt sie von Pointe zu Pointe und bietet pures mit Kabarett-Entertainment und Karikatur, die Kunst der kleinen Seitenhiebe und Sticheleien. Frl. Wommy Wonder steht für leichte Unterhaltung mit Tiefgang - und das alles oberhalb der Gürtellinie. Alles darunter fällt unter den Sammelbegriff „Beine“.
„Elegante Travestie auf hohem Niveau - ein Fräulein mit Kultqualität, das eine Fröhlichkeit verbreitet, die unten im Bauch anfängt und sich bis in die Haarspitzen fortsetzt. Frenetischer Applaus, Zugaberufe und standing ovations zeigten, dass Wommy vor allem eines macht: süchtig. Das soll ihm erst einmal einer nachmachen. Oder ihr.“ ... dieser Zeitungskritik haben wir nichts hinzuzufügen. Außer vielleicht: Wommy tanzt, singt, atmet … lebt! Und wie!